Männer und die Gleichberechtigung Die männlichen Bewohner stehen der Gleichberechtigung…

Männer und die Gleichberechtigung

Die männlichen Bewohner stehen der Gleichberechtigung kritisch gegenüber. Sie meinen, dass die Kinder heutzutage vernachlässigt werden, wenn die Frauen berufstätig sind. Sie finden es besser, wenn die Frau zu Hause bleibt, wenn es möglich ist. „Ich hatte eine gute Frau. Sie hat alles getan!“ sagte ein Bewohner. Bei genauerem Hinterfragen kam aber dann die Tatsache ans Tageslicht, dass sich die Frau „untergeordnet“ hat.
Das nahmen auch unsere Bewohnerinnen auch wahr, dass es Männer gab, die den Frauen noch kein Recht auf Gleichberechtigung in der Ehe ließen.

Frauen hinter den Herd? Zum Thema Gleichberechtigung in der Ehe…

Frauen hinter den Herd?

Zum Thema Gleichberechtigung in der Ehe haben unsere Bewohnerinnen einiges zu sagen:

Manche Frauen erlebten, dass der Vater sehr mächtig war und alleine bestimmte und alle Entscheidungen selbst traf. „Die Frau gehört hinter den Herd“ war die Devise. Die meisten Frauen waren an den Mann gebunden und fühlten sich „wertlos“. Ein Großteil der Frauen sind sehr früh verheiratet worden. Durch diese Kindheitserfahrungen praktizierten sie dieses Muster in ihrer Ehe weiter. Sie waren ausschließlich für ihren Mann da und stellten ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund.

Meilensteine in der Gleichberechtigung 1918: Allgemeines Frauenwahlrecht in Österreich. 1945:…

Meilensteine in der Gleichberechtigung

1918: Allgemeines Frauenwahlrecht in Österreich.
1945: Charta der Vereinten Nationen: „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, (sind) fest entschlossen (…) unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau (…) erneut zu bekräftigen.“
1979: Beginn der Gleichstellungspolitik in Österreich mit dem Bundesgesetz über die Gleichbehandlung von Mann und Frau bei der Festsetzung des Entgelts (Gleichbehandlungsgesetz).

Meinungen unserer Bewohnerinnen und Bewohner:
Fr. M. (69 Jahre): „Frauen sind viel selbständiger geworden. Dürfen seit 1918 auch wählen.“
Fr. B. (68 Jahre): „Frauen bekamen viel mehr Kinder früher. Waren meist nur zu Hause, keine (fast keine) Möglichkeit zu arbeiten.“
Hr. K. (61 Jahre): „Es gab auch Männer, die es als störend empfunden haben, dass die Frauen mehr zu sagen hatten. Für Männer war es richtig schwierig, die Umstellung auf die Gleichberechtigung; viele griffen zum Alkohol.“

International Women’s Day/ Weltfrauentag Jährlich am 8. März wird weltweit…

International Women’s Day/ Weltfrauentag

Jährlich am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag gefeiert. An diesem Tag rücken Frauenrechte in den Blickpunkt. Am 19. März 1911 wurde der Frauentag erstmals begangen. Eine der ersten Forderungen war: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

So sehen unsere Bewohnerinnen und Bewohner das Thema Gleichberechtigung im Beruf:
Fr. H. (86 Jahre) meint dazu: „Ich ging trotz Familie meiner Arbeit nach. Ich war froh, selber über mein Geld verfügen zu können. Ich finde es gut, dass Frauen in der Politik ein Mitspracherecht haben. Dass Männer auch in Karenz gehen können, finde ich nicht so gut, weil nach meiner Ansicht, wenn die Babys zum Beispiel krank sind, Frauen damit besser umgehen können. Gut finde ich, dass schon sehr viele Frauen zu ihren Meinungen und Gefühlen stehen.“
Hr. K. (66 Jahre): „Es wurden aber auch mehr Frauen im Beruf eingesetzt, was früher nur Männer ausübten, die aber auch mehr bezahlt wurden.“

Einen Monat lang im Zeichen der Gleichberechtigung Wieder steht der…

Einen Monat lang im Zeichen der Gleichberechtigung

Wieder steht der Weltfrauentag vor der Tür. Für uns ein Anlass, der Geschichte der Gleichberechtigung nachzuspüren, herauszufinden, wo die Anfänge waren und wo wir jetzt stehen. Es werden die Vorreiterinnen porträtiert, die gesetzliche Lage in Österreich skizziert und auch ihr könnt zu Wort kommen und mit uns diskutieren, was schon erreicht wurde und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Auch unsere Bewohnerinnen und Bewohner sollen zu diesem Thema zu Wort kommen.

Zum Abschluss wollen wir auf unser Projekt „eine von vier“ hinweisen, das sich im speziellen für Frauen einsetzt, die unter Altersarmut leiden. Oft sind es genau jene, die ihr Leben lang gearbeitet haben, Kinder großgezogen haben, Verwandte gepflegt haben und dadurch aufgrund zu weniger Berufsversicherungsjahre über eine sehr geringe Alterspension verfügen. Hier möchten wir helfend eingreifen. http://www.miteinander-leben.at/mitarbeiten/spenden/