Patenschaft für Kinder von psychisch belasteten Eltern

Die psychische Erkrankung eines Elternteils stellt für ein Kind eine große Belastung dar. Es leidet oft unter Ängsten und Schuldgefühlen, fühlt sich alleingelassen oder übernimmt zu viel Verantwortung. Zudem steigt die Chance, später selbst zu erkranken.

Das Patenprojekt von Miteinander leben soll betroffenen Kindern ein stabiles Umfeld bieten, um ihr gesundheitliches Wohlergehen und ihre soziale Entwicklung zu sichern.

Als Patenfamilie verbringen Sie mit dem Patenkind einmal wöchentlich Zeit und erklären sich auch bereit, das Kind bei einem notwendigen stationären Aufenthalt des Elternteils längerfristig zu betreuen. Die Kinder erleben dadurch den Alltag in einer „normalen“ Familie sowie Schutz und Sicherheit, ohne zu fürchten, von den leiblichen Eltern getrennt zu werden.

Selbstverständlich werden sowohl Herkunftsfamilien als auch Patenfamilien zusätzlich durch ein Netzwerk von ProfessionistInnen begleitet.

Ihre Vorteile als Patenfamilie
– Für die Bewerbung als Patenfamilie gibt es kein Alterslimit
– Auch als Einzelperson können Sie Patin oder Pate sein.
– Keine permanente Aufnahme des Kindes
– Sie erhalten eine fundierte Schulung
– Sie werden von Fachleuten begleitet und unterstützt

Die Vorteile für das Patenkind:
– Erleben von Bindungsstabilität durch eine stabile Bezugsperson
– Erleben von Normalität, Schutz und Sicherheit
– Besserer Umgang mit der Krankheit der Eltern
– Verringerung der eigenen Krankheitsanfälligkeit

Die Vorteile für betroffene Eltern
– Besseres Gefühl bei Therapieantritt (keine Angst vor Kindesabnahme)
– Entlastung durch eine zusätzliche Bezugsperson
– Weniger Rückfälle, Krankenhausaufenthalte sinken
– Besserer Umgang mit der Krankheit durch Enttabuisierung

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